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Wirtschaftslexikon
über 20.000 Fachbegriffe - aktualisierte Ausgabe 2015
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Produktionsmanagement

Gegenstand des Produktionsmanagements ist der Funktionsbe­reich “Fertigungswirtschaft”, dem vor allem in In­dustriebetrieben eine zentrale Stellung zukommt. Dem Produktionssystem als Abbild sämtlicher technischer Transformationsprozeße im Betrieb gilt deshalb das besondere Augenmerk des Ma­nagements, weil in diesem Bereich das meiste Kapital gebunden ist und Störungen des Produk­tionsprozeßes unmittelbar auf den Outputbereich durchschlagen. Zu den sporadischen Entscheidungen, die teils über die Kompetenz des Produktionsmanage­ments hinausgehen, gehören im Bereich der Fa­brikplanung die Standortwahl der Ferti­gungsstätten, das Layout der Fabrik sowie die Ausstattung mit Maschinen, Transporteinrichtun­gen und Arbeitsplätzen. Des weiteren fallen Entscheidungen an über Auf­tragstyp (die Verbindung ProduktionAbsatz), Auftragsfertigung, Lagerfertigung Organisations­form der Fertigung (Abstimmung der Maschinen und Arbeitsplätze), Baustellen-, Werkstatt-, Fließfertigung, Produktionstyp der Fertigung (Menge und Art der gefertigten Produkte: Einzel-, Serien-, Sorten-, Massenfertigung. Zum Aufgabenbereich des Produktionsmanage­ments zählen im einzelnen: Entwurf und Realisie­rung aller technischen Einrichtungen zur Durch­führung der Transformationsprozesse, exakte Spezifikation des benötigten Inputs (Ressourcen) aufgrund der Produktionsplanung, Entwurf eines Systems der Arbeitsorganisation einschließlich Arbeitsvorbereitung und Lohnfindung, Pro­duktdesign und Produktentwicklung. Dieser letzte Bereich wird häufig als Forschung und Entwicklung organisatorisch aus dem Ferti­gungsbereich ausgegliedert und einem eigenen Management unterstellt. Produktentwicklung heißt nicht nur die Entwicklung neuer Erzeugnis­se, sondern umfaßt auch die Modifikation und Weiterentwicklung bestehender Produkte die Entwicklung neuer Anwendungsbereiche für lau­fende Produkte (Anwendungstechnische Abtei­lung) sowie die Änderung des Designs und/oder der Verpackung alter Produkte. Dem F & E-Management fallen die zentralen Aufgaben zu, das technische Transformationssystem an veränderte Umweltverhältnisse anzupassen und durch eigene Entwicklungen neue Marktleistun­gen zu ermöglichen. Der Bereich Produktent­wicklung bezieht dabei Ideen und Informationen vor allem aus den benachbarten Bereichen Grundlagenforschung, Marketing (vor allem Marktforschung) und Konstruktion/Produktion. Von der Produktionsseite ergeben sich für die Produktentwicklung Möglichkeiten, vorhandenen Bedarf durch Produktmodifikationen besser zu befriedigen. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung neuer Materialien oder neuer Tech­nologien geschehen welche die Qualität von Pro­dukten verbessern oder die Verwendungsfähig­keit von Produkten vergrößern. Aus dem Absatzbereich ergeben sich für die Pro­duktentwicklung Möglichkeiten, neuen, bisher le­diglich latent vorhandenen Bedarf zu erkennen und zu befriedigen. Zur Erledigung der operativen Aufgaben bedient sich das Produktionsmanagement einer Vielzahl von Arbeitsmethoden wie Arbeitsablaufstudien, Bewegungsstudien, Arbeitszeitstudien und Ar­beitswertstudien. Letztere dienen vor allem der Ermittlung eines anforderungsgerechten Lohnes. Auch die Bestimmung der geeigneten - Lohn­form (Zeitlohn, Stücklohn, Prämienlohn) gehört zum Aufgabenbereich des Produktions- und des Personalmanagements.



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