Gesundheitsförderung
In der Gesundheitswirtschaft:
health promotion
zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen (Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation vom 21. November 1986).
Gesundheitsförderung umfasst Maßnahmen und Strategien zur Veränderung und Förderung des individuellen Verhaltens und der Lebensverhältnisse. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat die Gesundheitsförderung eine wechselvolle Historie: Mit dem Beitragsentlastungsgesetz 1997 im Leistungskatalog der Krankenkassen auf die Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren in zusammenarbeit mit den Unfallversicherungsträgern reduziert, wurden Leistungen zur Primärprävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch die GKV-Gesundheitsreform 2000 wieder eingeführt.
Seitdem haben die Spitzenverbände der Krankenkassen für die Krankenkassen verbindliche prioritäre Handlungsfelder und Kriterien für diese Leistungen beschlossen. Selbsthilfegruppen, -organisationen und Kontaktstellen werden durch die Krankenkassen auch finanziell gefördert. Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wurde dabei die Soll-Regelung auf eine unbedingte Förderverpflichtung umgestellt. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung arbeiten die Krankenkassen mit den Berufsgenossenschaften zusammen.
§ 20 SGB V
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