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Wirtschaftslexikon
über 20.000 Fachbegriffe - aktualisierte Ausgabe 2015
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Kontingenz

In der Wirtschaftssoziologie: [1] die Eigenschaft einer Hypothese, empirisch wahr oder falsch zu sein. Für die Annahme der Hypothese sind die Erfahrungstatsachen massgebend. [2] Die Möglichkeit, dass ein Strukturelement auch anders beschaffen sein könnte, als es tatsächlich ist. Kontingenz bedeutet hier das Zufällige im Gegensatz zum Notwendigen, und das Gegebene im Gegensatz zum Unmöglichen. In diesem Sinne ist Kontingenz ein Grundbegriff der systemtheoretischen Erklärung von Evolution. Weil dem Akteur mehrere Handlungsalternativen offenstehen, weil das System verschiedene Zustände annehmen kann, besteht ein Zwang zur Selektion. [3] In der Statistik Synonym für Korrelation, speziell für die Abweichung der beobachteten Zellenhäufigkeiten in Kontin-genztabellen von den Häufigkeiten, die bei zufälliger Verteilung zu erwarten wären. [4] In der Lernpsychologie (B.F Skinner) Bezeichnung für die verschiedenen möglichen Bedingungen, durch die jeweils spezifische Lernprozesse herbeigeführt werden. Beispiele: die gleichzeitige Darbietung eines primären Verstärkers und eines neutralen Reizes, durch die der neutrale Reiz zu einem sekundären Verstärker wird; die Verabreichung eines Verstärkers nach der Äusserung einer bestimmten Reaktion, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Reaktion erhöht wird.



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