Offizialisierung
In der Wirtschaftssoziologie:
bei P. Bourdieu spezielle Repräsentationsform und Darstellungsweise, mit der eine soziale Gruppe die Existenz ihrer selbst als Kollektiv, eine bestimmte politische Meinung, kulturelle Lebensweise oder ein bestimmtes Weltbild mit Nachdruck öffentlich proklamiert und damit den Anspruch auf allgemeine Respektabilität, Anerkennung und Institutionalisierung unterstreicht. Erfolgreich ist die Strategie der Offizialisierung dann, wenn stillschweigend die Grenze zwischen Denkbarem und Undenkbarem definiert und so zur Erhaltung, Veränderung oder Verfestigung einer sozialen Ordnung beigetragen wird, aus deren Faktizität die eigene Macht abgeleitet werden kann.
<< vorhergehender Fachbegriff |
|
nächster Fachbegriff >> |
|
|
|
|