New Work
In der sozialistischen Wirtschaftslehre:
Theorie, dass nicht mehr der lebenslange Arbeitsplatz, sondern eine individuelle Mischung aus Teilzeitarbeit, freiberuflicher Tätigkeit und Selbstbeauftragung die Arbeit der Zukunft kennzeichnet.
Diese Theorie geht davon aus, dass früher die Mehrheit der Bevölkerung noch aus Selbständigen bestand. Heutzutage seien aber die meisten Menschen als Arbeiterinnen und Angestellte tätig und hätten es angeblich verlernt, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Um den neuen Anforderungen „zeitlich, räumlich und vertraglich flexibler Nicht-Normarbeit“ (Ulrich Beck) standhalten zu können, bedürfe es einer Neubestimmung dessen, was der Faktor Arbeit in unseren Leben bedeutet, verbunden mit der Suche nach neuen Wegen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Theorie sieht das Schlüsselproblem in der Entwicklung der Fähigkeit zur Selbstbeauftragung bei der Erschließung neuer Formen und Weisen von Arbeit. Das heißt. anstatt darauf zu warten, dass sich eine Arbeit anbietet, werden die Menschen ihre Arbeitstätigkeit selbst erfinden und auch Dienstleistungen anbieten, für die eine Nachfrage erst zu schaffen ist. Voraussetzungen dafür seien bislang noch unterentwickelte Fähigkeiten wie Selbstmotivation, Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und Entscheidungsfreudigkeit. >Scheinselbständigkeit
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