Subsinnwelt
In der Wirtschaftssoziologie:
Subuniversum, subuniverse of meaning (W. James), umschreibt im pragmatischen Verständnis den sinnhaften Zusammenhang zwischen den Handlungsstilen von Erkennen und Wirken und den verschiedenen Schichten und Zonen der Wirklichkeit. Wirklichkeit steht hier immer in Beziehung zu emotivem und aktivem Leben. Die Wirklichkeit gliedert sich in eine unbegrenzte Anzahl verschiedenster Wirklichkeitsregionen, in „subuniverses of meaning“: die Subsinnwelt der manipulativen Dinge (paramount reality); die Subsinnwelt der Wissenschaften; die Subsinnwelt der Idealitäten; die Subsinnwelt des Traumes; die Subsinnwelt der Phantasie; die Subsinnwelt der Mythologie; die verschiedensten S.en individueller Meinungen; die Subsinnwelt der Psychopathen u.a. Jeder denkbare Gegenstand ist wenigstens einer Subsinnwelt zuortbar; jede Subsinnwelt ist in ihrer je eigenen Weise wirklich, solange man ihr aufmerkend zugekehrt ist; der Wirklichkeitsgrund liegt im attentionalen Interesse des Subjekts; die Gesamtheit der S.en hat ihren Grund und Zusammenhang im Alltag als paramount reality. Die Theorie der S.en beeinflusste insbesondere M. Schelers Vorstellung der „relativ-natürlichen Weltanschauung“ und A. Schütz, der in seiner Theorie der „abgeschlossenen Sinnbereiche“ (finite provinces of meaning) die psychologistischen Implikationen der Theorie der S.en kritisiert.
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